Dienstag, Februar 21, 2017

Sonntag 19.02. - Gottesdienst und halber Arbeitstag

Wir fuhren gegen 9 Uhr zum Gottesdienst, er startete um 9:30 Uhr. Die zweite amerikanische Gruppe kam am Samstag abend gegen 20:30 Uhr an. So waren sie rechtzeitig da um morgens mit uns zum Gottesdienst zu fahren. Es war ein besonderer Gottesdienst, der Abschluss der Konferenz der Gemeinden hier, die über vier Tage lief. So sang aus allen 10 oder 11 Gemeinden jeweils ein Chor einige Lieder. Wir stellten uns zwischendurch vor und sangen das Lied, was wir halbwegs vorbereitet hatten.

Wir hatten vorher abgesprochen, dass wir sobald wie möglich den Gottesdienst verlassen wollten, da aufgrund der Übersetzung es für uns sehr schwierig war etwas zu verstehen.

Es gab dann auch schon Mittagessen und danach führten Jeff und ich die amerikanische Gruppe (bestehend aus Bob - wir kennen ihn vom Uganda Workcamp; Cathy und Imad, einem Libanesen). Diese Gruppe kommt aus einer Gemeinde aus der Nähe von Detroit. Jeff erzählte die Geschichte des Waisenhauses und wir erkundeten das ganze Grundstück.

Währenddessen ruhten sich die anderen etwas aus und entschieden dann diesen Sonntag ausnahmsweise doch noch zu arbeiten. So ging die Fliesenarbeit richtig gut voran. Am Ende des Tages waren sie fertig und es musste nur noch verfugt werden.

Angel verlegte eine neue Elektroleitung unterirdisch vom Hauptgästehaus zum Nebengästehaus (dem Haus wo wir Frauen schlafen).

Cathy, Imad, Jeff und ich machten uns an die Holzarbeit. Es war viel zu tun. Am Ende des Tages standen dann aber die ersten drei Betten. Die älteren Kinder halfen uns richtig gut damit, sodass wir irgendwann in einem guten Rythmus ziemlich schnell voran kamen. Es war atemberaubend, was wir am Ende geschafft hatten. Ich hatte dann aber keine Ruhe um einfach Abend zu Essen. So nutzte ich die gekauften Werkzeuge um zwei der Betten zumindest halbwegs abzuschleifen, damit die Kinder sich keine Holzsplitter einreißen, wenn sie am Bett rauf und runter klettern oder drauf sitzen.

Nach dem Abendessen gingen Cathy und ich mit den Resten (es war eine riesen Menge dieses mal) zu den Kindern. Direkt stürmten ein paar der Mädchen auf uns zu und bedankten sich, so gut sie konnten und sagten uns, dass sie uns liebten. Sie waren so glücklich über die neuen Betten und die halbwegs neuen Matratzen (es gab leider nur gebrauchte im Angebot). Wir hatten noch ein paar frische Bettlaken, die brachten wir ihnen und bezogen sie gemeinsam. Es berührte uns sehr zu sehen wie sie hier leben und was ihnen ein neues Bett bedeutet.

Es gibt hier noch so viel Arbeit und so wenig Zeit. Vor allem wird jemand benötigt, der hier immer vor Ort ist, der die Verantwortung für die Kinder übernimmt, der ein großes Herz für die Kinder hat, sich um alles kümmert. Wir hoffen so jemanden irgendwann finden zu können, damit hier eine große Veränderung stattfinden kann.

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