Mittwoch, Februar 08, 2017

Rückblick Dienstag 07.02. - Missionsarbeit im Saintard

Seit Montag sind wir in Saintard. Ich hatte gar nicht geschrieben wie verrückt teilweise der Verkehr war und wie es an der Grenze war. Wir hatten das Gefühl das dort viele Menschen einfach nur ihre Zeit vertrödelt haben. Da saßen und standen viele Menschen rum ohne ersichtlichen Grund.

Wir hatten abends noch unsere Moskitonetze aufgehängt, wobei Harry und Angel anscheinend Honeymoon Netze hatte. Da war mehr Öffnungen als Netz :D

 
Aber nun zu Dienstag. Jeff und Harry waren etwas laufen und im Anschluß gab es Kaffee und unsere Morgenandacht. Wir tauschten uns darüber aus was uns erwarten sollte. Nach dem Frühstück lernten wir schon einige Helfer hier kennen.

Es gibt hier ein Waisenhaus, einige Unterkünfte für Workcamper wie uns und eine stätig wachsende Klinik, die viel Unterstützung aus Deutschland bekommt. Später bekamen wir eine Führung durch die Klinik und es war sehr beeindruckend was hier geleistet wird.
Wir trafen unterschiedliche Mitarbeiter.



Phyllis ist die Leiterin hier. Sie ist 78 und ist nicht nur die Gründerin und Leiterin des Waisenhauses, sie ist auch verantwortlich für 300 Gemeinden in Haiti. Diese Gemeinden gehören alle zu unserem Gemeindebund. Unvorstellbar was diese ältere Dame alles leistet. Sie ist für alle wie Mutter Theresa. Sie kommt ursprünglich aus Jamaica und hat in Andersson, USA, studiert und dann das Waisenhaus gegründet. Sie ist eine beeindruckende Frau.

Dr Mark ist ebenfalls außergewöhnlich. Er leitet die Klinik bzw die Missionsarbeit. Er wird durch die Gemeinde Gottes USA finanziert. Er war früher ein angesehener Zahnarzt, hat auf Allgemein Medizin umgeschult und als seine Kinder groß waren ist er mit seiner Frau nach Haiti gekommen um hier die Klinik aufzubauen und zu leiten. Die Klinik gibt es seit 2005. Es werden hier viele Untersuchungen durchgeführt. Zb können sie 27 verschiedene Bluttests selber durchführen, ua. Schwangerschaft, Aids, Malaria, Cholera... hier wird operiert, Brillen werden hergestellt, Röntgen und Ultraschallaufnahmen gemacht und vieles mehr. Für den Zahnarztbereich wurden in den letzten Monaten neue Räume gebaut.


David ist ein Arzt aus den Staaten. Er kommt aus der Nähe von Miami und kommt alle drei Monate für eine Woche mit einer Gruppe Ärzte her und erstellt Protesen. Er hat hier eine Werkstatt aufgebaut mit selber entwickelten Werkzeugen, Halterungen und nutzt deutsche Technik.


Es ist unfassbar was hier geschaffen wurde und was diese Menschen an Arbeit, Zeit und Energie aufwenden um den Menschen hier zu helfen.

Außerdem trafen wir Charly. Er ist 74, seine Frau ist verstorben und er hat keine Verwandten mehr. Also entschied er sich für längere Zeit hier im Krankenhaus zu arbeiten, er ist seit 35 Jahren Krankenpfleger.



Mich beeindrucken diese Menschen. Die ihr Leben aufgeben um für andere da zu sein. Unfassbar was sie an Liebe, Geduld und Fürsorge ausstrahlen. Es ist mit nichts aufzuwiegen was sie hier leisten.



Der Plan für die Zukunft ist noch mehr Einheimische in diese Arbeit zu integrieren und auszubilden. Er gibt noch weitere Kliniken die von hier aus betreut werden. Teams fahren regelmäßig dort hin.

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