Samstag, Februar 18, 2017

Mittwoch 15.02. - die Arbeit geht gut voran



Wenn der Tag morgens schon mit einem kaputten Generator, aus dem Flammen kommen, beginnt, fühlt sich der Start in den Tag direkt nicht so toll an. Harry und ich hatten uns gemeldet um das Frühstück vorzubereiten. Wir hatten dafür noch extra Eier bestellt, die leider morgens um 6 noch nicht eingetroffen waren. So mussten wir etwas improvisieren und unsere Pläne ändern. Aber alle wurden satt.
Nach dem Frühstück bat Dale uns Deutsche mit ihm einzeln Interviews über die Reise zu machen. Er produziert einen Film über dieses Workcamp und wollte von jedem etwas dazu hören. Da ich alles übersetzen musste und es etwas mehr Zeit in Anspruch nahm, starteten wir gleich als erstes.
Ich packte mit den Frauen die Geschenke für die Kinder, da wir beschlossen hatten für jedes Kind einen Beutel mit Geschenken vorzubereiten.
Die Arbeit mit den Fliesen in der Küche ging weiter, auch das Verlegen der Stromleitungen ging voran. Die Bettenbauer kümmerten sich um den Generator und wir legten ein Abflussrohr unter unserem Gehweg, damit das Regenwasser den Weg nicht wegschwemmen kann. Dafür mixten wir ordentlich Beton in einer Schubkarre. Die Amerikaner fragten mich, eigentlich nur zum Spaß, ob ich helfen wollte und zu ihrer Überraschung tat ich das natürlich :) Die meiste Zeit über waren wir am lachen mit der ganzen Truppe. Schon allein die richtigen Worte zu finden um sich zu verständigen hat zu einigen Lachern geführt. Wir hatten immer eine fröhliche Stimmung beim Arbeiten.
Später fuhren wir mit dem Schulbus die Schule besuchen. Sie ist leider in einem schlechteren Zustand als ich erwartet hätte. Die meisten Klassenräume haben keine Türen, einer ist sogar ein Durchgangszimmer, aus dem Boden ragen oft Stahlstangen, oder es sind große Löcher im Boden, wo man schnell umknicken kann. An den Treppen sind keine Geländer und das Flachdach ist frei zugänglich, die Kinder könnten sich dort am Elektroschrott und den Stahlstangen verletzen oder vom Dach stürzen. Ich war geschockt.
Jeff baute mit den Haitianern einen neue Abflussleitung für die Küche, die das Wasser direkt in den Garten führt. So ist es jetzt um die Küche herum wesentlich sauberer.
Das Prototypen Bett konnte fertig gebaut werden und wurde direkt von einigen Kindern und den beiden Bettbauern getestet. Ein kleiner Erfolg an diesen langen Arbeitstagen. Vor allem, weil es für die Amerikaner der letzte Arbeitstag hier war.
Zwischendurch gab es mal wieder kein Wasser, weil wir nur einen Generator haben und der meistens für Strom benötigt wird. Aber ohne Generator kann die Pumpe kein Wasser in die Wassertanks pumpen. Die Verhältnisse hier sind schon etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem wenn man sich abends nach dem Arbeiten schmutzig fühlt und gerne duschen würde.
Abends spielten wir mit ein paar Leuten Karten und die Männer machten ein Lagerfeuer. Wir saßen dann dort zusammen mit den Kindern, spielten, sangen und genossen einfach den warmen Abend in gemütlicher Atmosphäre.

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