Montag, Februar 13, 2017

Freitag & Samstag 10. & 11.02. - Ein Berg von Arbeit wird angepackt

Freitag
Am frühen Morgen machte Jeff sich direkt auf den Weg nach Cab-Haitian um Material zu besorgen. Wir wussten er würde insgesamt 6 Stunden Autofahrt plus einige Stunden einkaufen vor sich haben und so rechneten wir gegen 17 Uhr mit ihm. Die Helfer vom Vortag waren wieder dabei und wir gaben ihnen erst mal Aufgaben. Sie sollten für fünf Eingangstüren der Schlafhäuser der Kinder Stufen betonieren. Wir machten uns an die Arbeit den Aufenthaltsraum fertig zu streichen.

Danach ging es weiter im Schlafraum für die amerikanischen Männer. Das ging relativ schnell sodass wir damit gegen Mittag fertig waren. Also fingen Angel und ich auch noch mit der Küche an. Niko und Harry hatten das Waschbecken im Bad in Angriff genommen. Der Abfluss war undicht. So bauten sie alles auseinander und machten eine überraschende Entdeckung. Es könnte ja alles mögliche die Leitung zusetzen, aber das war schon erstaunlich. Dort saß ein dicker fetter schleimiger Frosch. Anscheinend lebte er dort. Nachdem der Frosch aus dem Rohr entfernt war konnte das Waschbecken wieder normal genutzt werden. 

Da Jeff immer noch nicht zurück war und die Küche bereits schon sauber und wieder eingeräumt war, strichen wir noch zwei Wände des Schlafzimmers unserer Männer. Wir machten uns ein paar Sorgen, weil Jeff noch nicht zurück war als wir gegen 20 Uhr schlafen gingen, aber er kam dann kurze Zeit später ziemlich erschöpft zurück. Leider hatte er nur die Hälfte der benötigten Dinge bekommen und war etwas enttäuscht. 

Samstag:
Ein seeeehr langer Arbeitstag geht zu Ende. Gestartet sind wir um 7 Uhr mit dem Frühstück und direkt danach ging die Arbeit schon los. Niko kümmerte sich um die Spüle in der Küche, die undicht war und wo der Wasserhahn nicht richtig funktionierte. Er ersetzte den Wasserhahn und setzte die Spüle neu ein. Ich versuchte ein Handy zu finden mit dem wir die einheimische SIMkarte nutzen konnten um zu telefonieren. Jeff musste damit noch einiges an Material organisieren, was er gestern nicht bekommen hatte.




Leider klappt hier vieles nicht so wie gewünscht, aber es gibt für alles eine Lösung. Parallel wurde das gekaufte Material vom LKW geladen, die einheimischen Helfer eingewiesen und Angel machte sich daran die Stromleitung für den Generator neu zu verlegen. Wir strichen dann weiter im Schlafzimmer der Männer bis wir endlich Strom hatten und ins Frauenhaus gehen konnten. Es sah dort erst mal ziemlich schlimm aus. Alles war dreckig, die Bettwäsche war schmutzig und roch unangenehm, vieles funktionierte nicht. So machten wir uns erst mal an die Arbeit wieder überall Halterungen für die Moskitonetze anzubringen und danach strichen wir die Schlafräume. 

Niko entdeckte eine Tür, die nicht richtig auf und zu ging. Er machte sich direkt an die Reparatur. Die Einheimischen strichen das Schlafgebäude der Kinder und arbeiteten weiter an den Stufen für die Schlafräume, dort war inzwischen die unterste Stufe getrocknet. 

Angel spielte mit den Kindern Fußball während ich kurz Bettlaken wusch, mit Jeff alle Betten für die andere Gruppe vorbereitete und Harry noch weiter strich. Im Anschluss organisierte Jeff noch einen Elektriker, weil im Frauenhaus fast keine Lampe funktionierte. Als Harry und ich alles fertig gestrichen hatten wischten wir noch alles und stellten die Betten an ihre vorgesehenen Plätze.
Es war echt ziemlich viel heute und nach ca 11 Stunden Arbeit hatten wir uns die Dusche wirklich verdient. Nun ist es auch schon 20 Uhr und die Amerikaner sind immer noch nicht da. Die Straße hier her wurde wegen politischer Unruhen - ich hatte ja berichtet, dass es seit Dienstag einen neuen Präsidenten gibt - gesperrt und sie mussten einen großen Umweg fahren. So warten wir darauf das sie ankommen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hi Ihr fleißigen Heinzelmänchen,
mit Freude lesen wir, wieviel Arbeit ihr schafft. Mit Sorge hören wir aber auch von den politischen Unruhen. Wir hoffen, dass die amerikanische Gruppe gut angekommen ist. Merkt ihr in Pignon etwas von den Unruhen?SO erlebt ihr hautnah all die Probleme, die den Fortschritt in Haiti so erschweren.
Wir denken an euch, wir beten für euch und dass die Zusammenarbeit mit den Einheimischen und der amerikanischen Gruppe gut klappt. Bleibt behütet,
Claudia