Montag, April 24, 2006

Ein Blog für die Stevensons

Während unserer letzten Tage in Uganda ist ein Blog für die Stevensons entstanden, auf dem ihr in Zukunft verfolgen könnt, was die so treiben. Von uns gibt es auch ein Foto vom Singen (:
Die Adresse ist http://newsonthenile.blogspot.com.

Hoffe, ihr seid alle gut zu Hause angekommen. Ist der verlorene Koffer eigentlich wieder aufgetaucht? Wie geht es euch jetzt so? Wenn ihr Lust habt, eure Erfahrungen mit uns zu teilen, dann schreibt sie gerne hier rein! (Wer nicht weiß, wie das geht, kann mir seinen Text auch gerne per E-Mail schicken und ich setze ihn dann ins Blog.)

Ich persönlich finde es ziemlich schwierig, mich hier wieder einzuleben. Meine Gedanken sind die meiste Zeit noch in Uganda und eben, als ich mit einem Freund draußen in 'ner Kneipe saß, fand ich es einfach nur krass, wie sauber und grün und weitläufig alles war... Aber auch wie leblos... Ich finde es schwer, Leuten wirklich zu erzählen, wie es war (die Frage musstest ihr sicher auch schon ca. 1000 mal beantworten oder?!...), weil ich es noch gar nicht sagen kann. Weiß noch nicht genau, was diese Reise in mir verändert hat; nur DASS sie irgendwas verändert hat. Auf jeden Fall fühl ich mich unglaublich gelassen. Schätze, da hat sich einiges relativiert in meinem Leben.

Ansonsten muss ich mich erstmal dran gewöhnen, dass ihr alle nicht mehr da seid, abends keine Frösche und morgens keine wie Affen jodelnde Hunde mehr nerven und dass man lieber rechts an Leuten vorbeigeht in Deutschland, um einen Zusammenprall zu vermeiden.. Und es ist ziemlich lustig, immer wieder Leute mit meinen "neuen" Haaren zu überraschen (:

Viele liebe Grüße
Eure Sonja

Freitag, April 21, 2006

Wieder zuhause in Deutschland …!

Unsere letzten 24 Stunden in Uganda brachten noch einige Überraschungen mit sich …
- Einige Einkäufe für unsere Familien mussten noch geschafft werden, doch die Stadt war durch mehrere "strategische" Straßensperrungen fast uneinnehmbar für uns Ausgabewilligen…
- Alle Rasterzöpfe mussten noch zuende geflochten werden – tja, da hat manch ein Daheimgebliebener sicherlich dreimal hingucken müssen, bis er seinen Augen heute beim Wiedersehen traute…!
- Leider hat die Krankheitswelle einen Fall von Malaria in unseren Reihen verursacht. Nur gut, dass die Einheimischen einen zuverlässigen Blick für diese tückische Krankheit haben und eine frühe Behandlung einleiteten.
- Unser Flug wurde wegen einem fehlenden Passagier in Adis Ababa verzögert – und die Heimreise durch einen verloren gegangenen Koffer auch etwas getrübt (doch der wird bestimmt nachgeliefert!).
- Die Abschiede waren schwer und die Erinnerungen schon reich an Wert & Bedeutung.

Heute will ich mit einem herzlichen Gruß zurück nach Uganda schließen im Namen aller 16 WORKCAMP-Teilnehmer:
Tim & Colleen,

you are simply the best! Your love and passion for your call to build the Church and multiply the lifestyle of Jesus by loving Uganda so unconditionally moved us deeply. May it now reap a spiritual awareness in each of us to seek Gods call upon our lives as we go into our tomorrow.
Thank you! …and watch out! Some of us might just be standing in your way sometime soon asking for a new challenge in furthering God’s leadings in us!
We promise to pray for your safety and the success of your mission. Just keep us posted.
(Eine neue Blogsite ist gerade bei Sonja in Arbeit für Stevensons – der genaue Link müsste in ein paar Tagen hier stehen – schaut mal rein!)

Mittwoch, April 19, 2006

It’s time to say good bye…

Drei Tage gab es zum „Ausruhen“, was für einige ganz schön in Stress ausartete, weil die gewonnenen Eindrücke oder die Gruppen-erfahrung ihnen viel zu verarbeiten gibt und weil die große Safari-Reise für manche anstand. Nach weit über 15 Stunden Auto- & Bootsfahrt sowie die Begegnung mit der großartigen Natur-, Pflanzen- & Tierwelt Ugandas waren diese froh, auf etwas zu sitzen (oder zu liegen!) was sich NICHT bewegte!
Heute gab es den letzten Arbeitseinsatz unsrer Reise. Die Motivation fiel nicht jedem leicht – aber die Begegnung mit den dankbaren Menschen an der Kasubi Highschool und der Erfolg der Arbeit hat uns doch noch mal im Laufe des Tages Freude ins Herz gebracht. Dann die Verabschiedung: Ich hatte ein dicken Klos im Hals als ein älterer Vorarbeiter gar nicht mehr die Tränen zurückhalten konnte, als ich ihm zusprach wiederzu-kommen; ein andrer von uns musste noch mal aus dem Auto steigen und sein (Arbeits-)Hemd einem der Helfer schenken – was dieser Trug war einfach zu „lumpig“…. Wir lassen ein Teil von uns zurück – das merken alle schon jetzt.
Morgen wird alles ums Packen und Verabschieden sich drehen – und unsere Gedanken sind OFT bei Euch. Bald habt ihr uns wieder – wir freuen uns schon auf das Wiedersehen!
Siegfried.

Sonntag, April 16, 2006

Das ländliche Leben in Uganda - 2006

Es war für mich ein recht krasser Wechsel, unsere letzten Tage im Dorf Mawanga. Das Leben läuft merklich ruhiger aber auch eindeutig ärmlicher ab als in der Stadt. Alle unsere ugandischen Arbeiter liefen auf der Baustelle in „Badelatschen“ (so nennen wir sie in Deutschland) der billigsten Sorte herum – oder barfuss. Die Wohnungen der Bewohner werden aus Lehm gebaut und mit Grass bedacht. Es gibt eine Feuerstelle und vielleicht noch weitere Bauten als Schlaf- oder Aufenthaltsräume wenn die Familie größer ist.
Dagegen ist die neue Klinik mit ihren Glas(!)fenstern und – neuerdings durch unseren Einsatz! – Fliesenfußböden einmalig in der ganzen Umgebung. Sie bekam auch einen frischen Anstrich von uns versehen. Noch fehlt ihr – wie dem ganzen Dorf und seinem Umfeld – Strom. Für die Klinik ist eine Solaranlage vorgesehen, die in den nächsten Wochen installiert werden soll – dann können auch medizinische Geräte betrieben und aufgeladen werden. Die speziellen Messgeräte in Gedenken an Andy (siehe die Blogeintragung vom 12. März) konnte ich auch zu dieser Gelegenheit dem verantwortlichen Leiter für die Klinik übergeben – er war total überwältigt, dass ihnen solche moderne Technik anvertraut wird. Und als er die traurige Geschichte vom Andreas von mir erzählt bekam wollte er mir nur noch klar machen: „Hier wird es vielen Menschen helfen!“ Leider ist in dieser Sumpfregion die medizinische Versorgung sehr schlecht, so dass diese Einrichtung auf einen dringenden Hilfeschrei Antwortet. Wir konnten übrigens auch die ganzen ausrangierten Betten u.v.a.m aus dem Altenzentrum Gudensberg dort wieder sehen – der Container ist samt Inhalt also gut angekommen!
Morgen geht's in verschiedenen Richtungen für unsere Gruppe - manche zum Game Park, andere in diverse Atraktionen in und um die Stadt Kampala. Gute Nacht erst einmal!!
Siegfried.

Ein Gruß aus Deutschland

Hallo,
wir alle vom KHW wünschen Euch gesegnete Ostern in Uganda. Es freut mich Eure Kommentare und Berichte zu lesen. Es wird sicher eine Zeit dauern (hoffentlich) alles in Ruhe zu verarbeiten.
Danke für Euren Einsatz und weiterhin Gottes Segen!
Liebe Grüße
EUER Reinhard Berle

Samstag, April 15, 2006

Uganda hat viele Facetten

Hallo liebe Blogleser,
wir sind alle gesund und glücklich wieder zurück aus Mawanga. Auf dem Weg zum Dorf überquerten wir den Nil, passierten Jinja und Bugiri. Rasten konnten wir bei der ca. 3 std.- Fahrt an der Nilquelle. Einige von uns nutzen die Gelegenheit, um den Nil mit einer kurzen Bootsfahrt zu erkunden. An den Ufern konnten wir unter anderem Affen, Seeadler und Komodovarane bewundern. Nach dieser Pause setzten wir die Reise über die bekannt schlechten Straßen fort. Auf der staubigen Highway hatte man manchmal das Gefühl im Nebel zu fahren, und zwischenzeitlich mussten sogar die Scheinwerfer angeschaltet werden(!).
Als wir das Dorf und gleichzeitig Moses (= unser Fahrer) Heimat ereichten, mussten wir leider erfahren, dass der Laster, auf dem unser gesamtes Gepäck transportiert wurde, mit einer erheblichen Verspätung eintreffen würde. Diese Verzögerung kam durch mehrere Reifenpannen und Motorprobleme zustande und sollte sich im Endeffekt auf ungefähr 5 Std. belaufen. Das Hauptproblem bei dieser Verspätung war, dass mit eintretender Dunkelheit die Moskitos auf uns losgingen und wir weder Netze noch „NoBite“ hatten.
Als dann endlich der Lkw eintraf, bezogen wir unsere Quartiere in der Dunkelheit. Die Frauen schliefen bei dem gastfreundlichen Pastor Paul & Edith und die Männer direkt am Arbeitsplatz, in einer nicht ganz fertigen Klinik. Einige entschieden sich jedoch vor dem Gebäude zu Zelten. In einem Fall erwies sich das als Fehler, da nach heftigen Regenfällen das Zelt von Ralf „abgesoffen“ war. . . .
Die Arbeitstage waren sehr heiß und anstrengend. Wir haben Fliesen gelegt, Fenster mit Rostschutzfarbe und die Klinikaussenwände gestrichen. Außerdem wurde ein Teil des Dachs geschweißt, natürlich hier auch wieder mit Hilfe des Generators – Strom aus der Steckdose gibt es erst ca. 7km von Mawanga entfernt.
Abends waren wir alle sehr müde und lagen früh im Bett - und morgens wurden wir von Hähnen geweckt. Leider krähten sie zur falschen Zeit und viel zu oft :)
Wir alle waren sehr überrascht von dem leckeren Essen in Mawanga. Es gab einen Tag sogar Pommes :) Eigentlich waren es Maniokwurzeln, die aber wie Pommes geschmeckt haben. Toast mit Marmelade, Nudeln und „Schmalzgebäck“ standen auch auf der Speisekarte.
An Karfreitag haben wir dort den Gottesdienst besucht und wieder eine ganz neue Art und Weise kennen gelernt Gott zu preisen.
Nach dem Gottesdienst gab es zwei Tanz- & Musikvorführungen von den Dorfbewohnern. Abends haben wir einen Jesusfilm in der Regionalsprache auf einer offenen Leinwand gesehen. Ein Kinoereignis, dass die meisten Dorfbewohner sich nicht entnehmen ließen.
Die „Duschen“ und das „Klo“ waren sehr gewöhnungsbedürftig, aber letztendlich sind alle klar gekommen (gut oder weniger gut).
Die Dorfbewohner waren überaus gastfreundlich, etwas schüchterner, aber gleichzeitig auch dreister als die Menschen in der Stadt.
Die Kinder haben wir wieder mit Kleinigkeiten beschenkt; mit Parfümproben, Seifen, Handtücher und unsere mitgebrachte Kleidung haben wir so manch einem der vielen fleißigen Leute beschenkt – und fühlen uns oft beschämt, wie viel Freude über solche Gegenstände, wie z.B. gebrauchte Schuhe, über das ganze Gesicht des Empfängers strahlte. Als Abschiedsgeschenk haben wir übrigens eine Ziege geschenkt bekommen (zum Schlachten), ahem, eine hohe Ehre, die uns recht sprachlos werden ließ aus mehr als einem Grund…
Jetzt sind wir alle sehr froh wieder hier zu sein, uns etwas zu erholen und die letzte Woche Uganda zu genießen!
Saskia & Chrischi

Mittwoch, April 12, 2006

Ab ins Dorf!

Von heute bis Samstagabend werden wir mal eine ganz andere Seite Ugandas kennenlernen: Wir fahren in ein Dorf, das ca. 3 Stunden von der Hauptstadt Kampala (wo wir bis jetzt waren) liegt, und werden dort arbeiten. Viele von uns blicken diesen Tagen mit Ungewissheit entgegen. Fragen wie "Was kriegen wir da zu essen?", "Wie sind die sanitären Anlagen?" oder "Werden wir uns waschen können?" waren in den letzten Tagen nicht selten zu hören... Andererseit spürt man aber auch die Vorfreude auf das Abenteuer und die neue Erfahrung.
Also, nicht wundern, wenn ihr in den nächsten Tagen nichts mehr von uns hört. Dafür könnt ihr um so gespannter sein auf den Bericht am Samstagabend (:

Bis dann,
i.A. Oxana und Sonja

Dienstag, April 11, 2006

Vorstellung des Teams:

Name: Christian Schuster
Alter: 19
Wohnort: Hamburg
Grund der Reise: Gutes tun / Eindrücke sammeln
Höhepunkt der Reise: Verabschiedung an der Naomi Froese Schule
Besonderes Erlebnis: Erste Taxifahrt
Lieblingsessen in Uganda: Ich ziehe Reis den matschigen Kochbananen und dem zähen Fleisch vor
Anzahl der Mückenstiche: 12
Kulturschock: Das allgemeine Elend, durch eintreten in ein chinesisches Restaurant, verlassen. Nachdem durchschreiten von einem Metalldetektor und einer kurzen fahrt mit dem Fahrstuhl war von dem bisherigen Afrika nicht mehr viel wiederzuerkennen.



Name: Saskia Renk
Alter: 18
Wohnort: Rosengarten/ Hamburg
Grund der Reise: Menschen zu helfen, andere Welten kennenlernen, Erfahrungen zu machen und diese weiterzugeben
Höhepunkt der Reise: Begrüßung an der Naomi Schule
Besonderes Erlebnis: viele, eigentlich fast alles (Taxi, Gerüche!!, Armut,....)
Lieblingsessen in Uganda: Mais, Gemüse, Kartoffeln
Anzahl der Mückenstiche: 6
Kulturschock: Luxuschinarestaurant- auf knienkriechende Menschen, die Armut direkt vor der „Tür“


Name: Nikolaus Keil
Alter: 51
Wohnort: Wurmberg Neubeer- ental
Grund der Reise: Arbeitsein- satz um Menschen zu helfen
Höhepunkt der Reise: Begrüßung an der Naomi Schule
Besonderes Erlebnis: die große Armut und der wenige Reichtum nebeneinander
Lieblingsessen in Uganda: gebratener Fisch
Anzahl der Mückenstiche: 0
Kulturschock: soziale Unterschiede und „Frauen- bzw. Kinderarbeit“



Name: Svenja Koslowski
Alter: 19
Wohnort: Hamburg
Grund der Reise: was nützliches tun, neue Menschen und Kulturen kennenlernen, Erfahrungen fürs Leben sammeln
Höhepunkt der Reise: Die glücklichen Kinderaugen beim miteinanderspielen
Besonderes Erlebnis: Die Taxifahrt vom Flughafen zum Haus
Lieblingsessen in Uganda: Ananas und Bananen!!!
Anzahl der Mückenstiche: 9 +1 Vespen-angriff!
Kulturschock: jedes mal wenn ich das Grundstück verlasse und den Alltag der armen Menschen sehe



Name: Uwe Hinz
Alter: 42
Wohnort: Wolfsburg
Grund der Reise: Die Lebensumstände vor Ort kennenlernen, damit mein Sohn und ich das Leben bei uns mehr schätzen lernen. Einfach mal meine Lebensein-stellung überprüfen.
Höhepunkt der Reise: Die Fröhlichkeit der Menschen.
Besonderes Erlebnis: Das man trotz Aidskrankheit und den baldigen Tod vor Augen, fröhlich sein kann.
Lieblingsessen in Uganda: Ananas, Mango, Payaja, Bananen
Anzahl der Mückenstiche: 0
Kulturschock: Den Unterschied in der Stadt zwischen arm und reich.



Name: Martin Barber
Alter: 16
Wohnort: Langenhagen
Grund der Reise: Weil mein Vater mich mit geschleppt hat und ich Zuhause sonst nur PC gespielt hätte.
Höhepunkt der Reise: Safari
Besonderes Erlebnis: Der erste Mückenstich in Afrika
Lieblingsessen in Uganda: Reis Ananas
Anzahl der Mückenstiche: 7
Kulturschock: die Toiletten, Straßen



Name: Michael Kann
Alter: 49 Jahre
Wohnort: Wabern-Falkenberg
Grund der Reise: Nochmal bewußt aus Deutschland raus gehen
Höhepunkt der Reise: Besuch bei den Aidskranken
Besonderes Erlebnis: Als alle Kinder um mich standen und mir bei der Arbeit einfach mit halfen bis die Lehrerin sie stoppte.
Lieblingsessen in Uganda: Fisch aus dem Victoria See und Ananas von hier
Anzahl der Mückenstiche: 7?
Kulturschock: Beim Chinesen –
war plötzlich wieder in Deutschland mitten in Kampala



Name: Sonja Bonkowski
Alter: 24
Wohnort: Hildesheim/Bad Segeberg
Grund der Reise: Interesse an fremden Kulturen, Einblick in das Leben in der so genannten 3. Welt bekommen
Höhepunkt der Reise: Plötzlich von 50 Kindern umringt gewesen zu sein, die voller Freude zu meinem Gitarrenspiel gesungen und getanzt haben
Besonderes Erlebnis: Als die kleine Irene von der Naomi-Froese-Schule für mich auf meinen MP3-Player gesungen hat und ihre strahlenden Augen, als ich ihr das anschließend vorgespielt habe.
Lieblingsessen in Uganda: Der gebratene Reis und die Kartoffeln sind überraschend lecker
Anzahl der Mückenstiche: Weißt nicht, vielleicht 10 oder so. Hab erst gar nicht angefangen zu zählen...
Kulturschock: Dass Gäste hier wie Könige behandelt werden. Vor allem als wir bei der Hochzeit auf den besonderen Plätzen sitzen und uns sogar vor den Familien des Brautpaares Essen holen sollten, hätte ich am liebsten abgelehnt, so unangenehm war mir das.



Name: Mirjam Staudt
Alter: 18
Wohnort: Kassel
Grund der Reise: helfen, erfahrungen sammeln, einblicke in das leben außerhalb von deutschland zu bekommen, erfahren, was es heißt eine richtige toilette benutzen zu können (und alles, was wir noch so an deutschland schätzen lernen)
Höhepunkt der Reise: richtiges abrocken in der gemeinde beim lobpreis und der kauf meiner absolut coolen bongo
Besonderes Erlebnis: kurze magenkrankheit, tolle sachen kaufen auf dem markt, die hochzeit und natürlich ein anruf vom prinzen (schöne grüße!!! J)
Lieblingsessen in Uganda: schwierig!!! Es ist alles lecker, was es bei colleen und tim gibt, bei dem geruch von reis, bohnen und gekochten bananen wird mir schon jetzt schlecht, aber die kartoffeln und das weißkraut sind echt nicht übel!!!
Anzahl der Mückenstiche: habe ab 10 aufgehört zu zählen (trotz moskitonetz für 40 €!!!)
Kulturschock: das essen beim chinesen hat uns alle mitgenommen, draußen siehst du die schlimmste armut und im restaurant selber fühlst du dich wie in deutschland. Finde es aber auch schon sehr krass bei tim und colleen im behüteten haus zu sein und dann im gegensatz ärmste menschen zu sehen



Name: Judith
Alter: 16
Wohnort: Bergen
Grund der Reise: joah, erstma, weil ich voll afrika-begeistert bin und allgmein fremde Kulturen sehr interessant finde und zweitens, weil ich wirklich helfen möchte und ein Segen sein will.
Höhepunkt der Reise: Bisher heute, als die Kasubi School für uns paar Lieder gesungen hat und voll abgegangen ist
Besonderes Erlebnis: hmm...viele, viele, viele!!
Lieblingsessen in Uganda: Diese Pfannkuchen- Dinger mmmmhhhm
Anzahl der Mückenstiche: 0!!!hahaa
Kulturschock: Nee, nur als wir von dem China Restaurant wieda raus waren und dann dort diese armen Menschen an den Straßen gesehen hatten.



Name: Willi Wurm
Alter: 74
Wohnort: Hannover
Grund der Reise: Mithelfen
Höhepunkt der Reise: Dass wir heute die Treppe fertig gekriegt haben.
Besonderes Erlebnis: Das Aids-Programm zu besuchen und der dortige Aufstieg zur Toilette...
Lieblingsessen in Uganda: Kraut
Anzahl der Mückenstiche: Bis jetzt keinen
Kulturschock: Ein Klo für 50 Familien!



Name: Hendrik Hinz
Alter: 15
Wohnort: Wolfsburg
Grund der Reise: Die Kinder, Die Kultur und Helfen
Höhepunkt der Reise: Ein Patenkind
Besonderes Erlebnis: Die Arbeit mit den Kindern(Kinder-Arbeit ;-)
Lieblingsessen in Uganda: Deren Kartoffeln, deren Reis, deren Kraut(frisch aus dem Viktoria-See ;-) und deren ,,Pfannkuchen“!
Anzahl der Mückenstiche: 8 (bis jetzt einer der wenigen der noch nicht krank war!)
Kulturschock: Nein! Ich bewundere diese Leute, wie sie sich durchs Leben ,,schlagen“!



Name: Jeff Barber
Alter: 51
Wohnort: Hannover
Grund der Reise: Arme Menschen helfen, Abstand von der Arbeit, meine Lebensweise neue Orientierung geben, Abenteuer
Höhepunkt der Reise: Aufbau der Kinderspielplatz
Besonderes Erlebnis: Aidshilfe in Kampala zu erleben
Lieblingsessen in Uganda: Victoria See Fisch und eine Tasse Tee morgen früh
Essen das ich nicht möchte: Eine Lila Nuss Creme
Anzahl der Mückenstiche: 8 und steigend
Kulturschock: Unterwegs in Junk Plaza downtown Kapalla mit drei Schutzbegleiter



Name: Siegfried Froese
Alter: 43
Wohnort: Hannover
Grund der Reise: Die Naomi Froese Schule einmal besuchen
Höhepunkt der Reise: Die freudigen Kinder und ihre Lieder für uns als wir zum „Arbeitseinsatz“ anreisten
Besonderes Erlebnis: Treffen mit dem Patenkind
Lieblingsessen in Uganda: Früchte, Früchte, Früchte!
Anzahl der Mückenstiche: 0
Kulturschock: 25qm „Wohnungen“ für 5+ köpfige Familien



Name: Oxana Kolmogorov
Alter: 19
Wohnort: Wietzendorf (Soltau)
Grund der Reise: mein Vertrauen in Gott zu stärken, mithelfen, etwas weitergeben, endlich selbst Afrika zu sehen, neue Kultur
Höhepunkt der Reise: hmm, kann mich nicht entscheiden ;-)
Besonderes Erlebnis: es gibt fast jeden Tag welche: der Flug, Ankunft, die Kinder, Worship,...
Lieblingsessen in Uganda: so gut wie alles bei den Stevensons, Kartoffeln, Reis, Kraut, Früchte
Anzahl der Mückenstiche: ca. 3
Kulturschock: bis jetzt hatte ich glaub ich keinen, vielleicht die Aufmerksamkeit der Menschen zu uns und bestimmte Umstände, in denen manche leben müssen



Name: Ralf Wendeborn
Alter: 38
Wohnort:Gudensberg
Grund der Reise: Sensibel zu werden für die Armut der Menschen, den Menschen eine Freude machen
Höhepunkt der Reise:Die Menschen mit ihrer Kultur kennen zu lernen
Besonderes Erlebnis: Die besondere Dankbarkeit, des Schweißers, als ich ihm sein Schweißgerät repariert habe
Lieblingsessen in Uganda: Die Bananenpampe und normale Bananen
Anzahl der Mückenstiche: ca. 6
Kulturschock: Die große Armut, Toiletten, der Müll, die offene Kanalisation und der schlechte Straßenbau

Montag, April 10, 2006

Die Arbeit geht weiter...

Nach einem schönen Wochenende mit einer guten Hand voll neuer Extremen (Hochzeit; 3-St. Gottesdienst; Essen beim Chinesen - wo jeder dachte er ist plötzlich wieder mitten in Deutschland gelandet; Regierungs- viertel; Regenstürme ...) haben wir heute den 6ten Arbeitstag hier in Uganda erlebt. Es war für die meisten sehr schwer den Schalter vom passiven Zuschauer zum aktiven Arbeiter wieder umzulegen. Und all die kleinen Unzulänglichkeiten die erschwerend dazu kommen waren auch wieder da - sowie z.T. die Grenzen des eigenen Körpers noch schmerzlich zu spüren aus der letzten Woche... wir sind im körperlichen Fitness sicherlich nicht die Leistungsträger! Doch mit dem aufklarenden Wetter (es goss wie im deutschen Juli den ganzen Vormittag) kam wieder mehr Motivation. Und neue Freude auch: Ob es die Lösung eines ungünstigen Waschproblems der Schüler durch Michael, die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit eines AIDS-Hilfe-Programms für Svenja, den Erfolg ein paar Außenspiele auf den Beton zu Malen für Sonja und Judith, die gute Vorgabe ein ca. 200m2 großes Esszimmer gefliest zu bekommen von Ralf, Jeff und Niko . . . wir sind wieder da, wo wir hinwollten: Hilfe und Ermutigung für die Armen Ugandas.
Heute und morgen sind wir in der Kasubi Primary & Highschool - fast 1,000 Schüler sind täglich hier am lernen. Die massivere Atmosphäre dieser großen Einrichtung - inklusive der Zentrale der Gemeinde Gottes Ugandas u.a.m. verdeckt in keiner Weise den Gesamteindruck der Armut und Hilfebedürftigkeit - üppig geht es hier keinesfalls zu. Also werden wir auch an diesem Ort ein Eindruck der Hoffnung und des Glaubens zu verbreiten versuchen. Tja, nur noch ca. 5 Arbeits- und insg. 10 Ugandatage stehen uns dafür noch zur Verfügung.... ob wir das schaffen? Ich glaube schon! Der Blick in die Kinderaugen trägt weit...

Sonntag, April 09, 2006

English Blog und anderes

Hallo an alle!
Jeff, unser Lieblingsschotte, hat sein eigenes Blog eingerichtet und es gibt jetzt rechts einen Link dorthin. Wer also des Englischen mächtig ist, kann dort noch mehr Infos über unser Workcamp erfahren. Aber auch Leute wie mein Papa, den ich an dieser Stelle ganz herzlich grüße und der sehr wenig Englisch kann, werden sich sicher über die zusätzlichen Bilder freuen! (:

For everyone who doesn't speak any German: visit Jeff's blog (jeff-nichtegal.blogspot.com or just use the link on the right) and find out what our favorite Scotsman has to say about our trip to Uganda.


An alle Segeberger, die dabei geholfen haben, den Klamotten-Werkzeug-etc.-Koffer zu packen: Ich bin völlig begeistert, wie viel da zusammengekommen ist! Das Werkzeug wurde schon gut genutzt und die Kleidung werden wir morgen und übermorgen an Bedürftige verschenken. Mehr davon in ein paar Tagen. Auf jeden Fall ganz, ganz herzlichen Dank!! Ihr seid toll!

Lieben Gruß,
Sonja

Samstag, April 08, 2006

Our Big Fat African Wedding

Hallöchen Allerseits…
Heute war ein ganz besonderer Tag. Wir erlebten eine afrikanische Hochzeit.
Aber fangen wir am besten von vorne an:
Nach unserem letzten anstrengenden Arbeitstag durften wir Heute eine halbe Stunde länger schlafen, da wir URSPRPÜNGLICH um 10 Uhr auf dem Markt sein wollten und es statt um 8 Uhr erst um 8:30 Uhr Frühstück gab. Frühstück gab es dann auch wirklich um 8:30 Uhr, nur die Fahrt zum Markt verzögerte sich um ca. 45 Minuten. So langsam hatten wir uns aber schon an die afrikanische Zeitrechnung gewöhnt und waren super motiviert für das Shoppen auf dem Markt. Dort ging es rund zur Sache. Wir handelten was das Zeug hält und erwarben viele tolle Sachen (Ketten, Ohrringe, Holzbesteck, Djembes – Miri ist ganz stolz auf ihre- etc.).
Um halb 12 stand unser Termin zur Abfahrt zu einer Hochzeit in der Church of God in Kasubi (ein Stattteil von Kampala). Da wir uns aber auf dem Markt schon extrem verspäteten, wurde die Hochzeit kurzerhand um 2 Stunden verschoben (Colleen erklärte, dass das kein Problem sei, da sich die Kirche und das Brautpaar sowieso nach dem Prediger richten müssten. Der Prediger war Tim und das hieß für uns 2 Stunden länger Zeit)! Um 13:45 Uhr verließen wir alle mit Schicki-Micki Klamotten das Haus und kamen um ca. halb 3 in der Kasubi High-School (gleichzeitig Church of God) an. Dort begrüßte uns der Kasubi-High-School-Chor mit festlicher Musik. Anschließend kam eine einstündige Predigt von Moses, einem Reverend aus dem Dorf, und Tim. Dies erschien uns relativ kurz, da wir den Gottesdienst vom letzten Sonntag noch in Erinnerung hatten. Die Trauung erschien uns allen ein wenig wie eine Trauer-Zeremonie, da der Bräutigam so gut wie kein Lächeln hervorbrachte. Colleen erklärte uns nach allgemeiner Verwunderung der internationalen Gäste (so nannten sie uns liebevoll), dass es hier in Uganda ungewöhnlich ist bei der Hochzeit zu Lachen, da die Verwandten dann denken könnten, dass das Ehepaar sich freut von zu Hause weg zu kommen. Für uns war das im ersten Moment total unverständlich und sehr komisch, aber nachdem wir verstanden, dass es dabei um Tradition geht und es nicht darum geht Liebe auszudrücken waren wir erleichtert und fanden Verständnis für diese ungewöhnliche, aber trotzdem romantische Hochzeit. Nachdem Edith (die Braut) und Patrick (der Bräutigam) sich die Ringe übergezogen hatten, wurden sie zu einem Tisch geführt, an dem sie das ganze gleich amtlich machen mussten (Standesamt ist also gleich mit in der Kirche!!!). Danach sang der Chor noch ein paar Lieder, wir gingen alle zusammen aus der Kirche und fuhren in einen Garten einer anderen Kirche, um dort die Hochzeit zu feiern. Die nächsten 2 Stunden, in denen eigentlich nur geredet wurde, waren für die meisten ziemlich langweilig und einige kämpften mit Müdigkeitsattacken (so z.B. Michael und Willi). Nico wurde krank (bald haben wir alle durch) und Willi und er fuhren eher nach Hause. Auf der Feier gab es noch lecker Essen (dasselbe wie sonst auch – Reis, Bananenbrei, Kraut und oh ho – FLEISCH!!!). Als wir alle unsere vollen Teller in der Hand hatten, fiel uns mit Schrecken auf, dass uns kein Besteck zur Verfügung stand. Und somit blieb uns wohl keine andere Wahl, als mit der Hand zu essen. Das klappte auch nach einigen Anfangsschwierigkeiten ganz gut. Um 21:00 Uhr führen wir zurück von der Hochzeit zu Tim und Colleen. Bei Ankunft bekamen wir noch leckere Popcorn und Eis und sind jetzt alle Hundemüde und froh ins Bett zu kommen (Uwe ist schon auf dem Sessel eingeschlafen ;), damit wir Morgen wieder fit sind für einen langen, langen Gottesdienst.
Danke, dass ihr so fest an uns denkt und für uns betet!!!
Judith und Miri

Ps.: Es kann sein, dass manche E-Mails hier nicht ankommen, also falls ihr keine Antwort bekommt schickt sie einfach noch mal. Leider läuft mit der Technik nicht alles so gut (aber es läuft und das ist prima), also kann es auch sein, dass von uns geschickte E-Mails bei euch nicht ankommen. Wir tun unser Bestes!!!

Freitag, April 07, 2006

Können wir das schaffen? Yo, wir schaffen das!





Heute war unser vorläufig letzter Tag an der „Naomi Froese School“ – und wir starteten voller Tatendrang, denn zu viel war noch nicht ganz vollendet worden:
- Ein selbst entworfener Spielplatz
- Das Fundament für ein WC-Haus (z.Z. gibt’s nur 2 Toiletten auf dem Grundstück und das für über 300 Personen)
- Die Fensterrahmen grundieren
- Die Außenfassade des ersten Schulblocks streichen
- 150m Drahtzaun spannen
So sah der Tag dann aus: Wir kämpften mit unserem Dieselgenerator fast 2 Stunden um Strom für’s Schweißen zu erzeugen – schließlich mit Erfolg. Die Sonne hat einige „Lichter“ ausgehen lassen (heute hat’s Svenja, Judith und Martin erwischt – Abends waren sie schon wieder auf dem Dampfer). Sonja, Saskia, Oxana, Miri und Hendrik haben grundiert was das Zeugs hält. Nico und Uwe liefen zu Höchstform auf und schafften es, fast das ganze Fundament zu Ende zu bauen. Der Zaun ließ sich nur mühsam aufstellen; auch die Gebäudestreicheinsätze konnten nur zum Teil geschafft werden, am Spielplatz bauten wir noch bis nach Sonnenuntergang …
Unser Einsatz an diesem Ort reichte auf jeden Fall zu einem bunten Abschlussfest und die Erkenntnis, dass es NICHT EGAL war, diese Woche hier uns auszugießen für einige hundert arme ugandische Kinder.
Das Fest war für manche von uns tief bewegend: einige der Kinder sind uns inzwischen namentlich bekannt, die Lehrer kennen wir alle, das Personal bis hin zum Taxifahrer, der ca. 25-35 der Kinder auf einmal in seinen Mitsubischi L300 ("Maximum Capacity: 14") hin und her nach Wabigolo transportiert, die Köche und Arbeiter…. sie sind uns zu vertrauten Menschen geworden. Wir gaben allen ein Abschiedsgeschenk (den 3-jährigen bunte Armbänder bis hin zu den Siebtklässlern, die Magnetspiele bekamen) und es zerriss mir das Herz: Die 300 Kinder wurden ganz hibbelig vor Freude, die Lehrer tief berührt. Es war überwältigend, die Lehrer bei der Annahme ihrer Geschenke zu beobachten: Viele bekamen Solartaschenrechner, die ich später in ihrer Funktionsweise erklären musste. So etwas hatten sie wohl noch nicht in Eigenbesitz …
Viel muss noch mit einheimischen Kräften hier zu Ende gebaut werden, aber dank mancher Spende die wir mitbringen konnten – und noch erhoffen! – wird wohl der Spielplatz, die benötigten neuen WCs, weitere Klassenräume, und was wir sonst nicht fertig machen oder gar beginnen konnten, noch Wirklichkeit werden!
Im Glauben daran durfte unser "Muzie*" Willi als Ältester einen Mahagonibaum setzen – und ich einen im Namen von Naomi.
Siegfried
*lugandischer Ehrentitel für einen weisen, älteren Menschen

Donnerstag, April 06, 2006

Lustige Charaktere...

Heute lernt ihr endlich das Team genauer kennen. Zu diesem Zweck ein paar aktuelle zum Teil nicht ganz so ernste News des Tages:

Willi: Heute schwer beschäftigt an der Hauswand mit verputzen. Bekam Unterstützung von Saskia und Uwe, von dem er liebevoll als Sklaventreiber bezeichnet wurde. Trotzt der Hitze, der fiesen Unterstellung und seinem schmerzenden Arm hat er die Arbeit beim Verputzen und beim Treppenbau hervorragend gemeistert.

Ralf: Gesichtet mit freiem Oberkörper und knappem Höschen, ab und zu auch mal mit lässig aufgeknüpften Hemd. Fleißig am Mauern und Zaunbauen. Musste schwer um seine Wasserwaage kämpfen.

Michael: Seit Tagen mit dem Zaun beschäftigt. Hat inzwischen eine innige Beziehung zu dem einheimischen Francis, mit dem er zusammenarbeitet, als ob sie das schon seit Jahren machen würden.

Judith: Ist heute ihrem Berufswunsch näher gekommen: Hat ca. 80 Kinder unterrichtet bzw. mit ihnen gespielt und ist dabei völlig in ihrer Rolle aufgegangen.

Svenja: Hat erste Fortschritte in der lugandischen Sprache gemacht. Kann jetzt schon „hallo“ und andere wichtige Sachen sagen. Außerdem hat sie mit Ziegelsteinen um sich geschmissen.

Siggi: Ständig am Rumlaufen. Guckt ob überall alles klar ist und packt auch immer öfter selber mit an (:

Jeff: Hat einen Spielplatz entworfen und sorgt nun dafür, dass alle Baumaterialien vorhanden sind. Um dies zu erreichen, durfte er heute sogar (mit drei Bodyguards) in einen „Baumarkt-Großhandel“ fahren, wo es sehr interessante Dinge zu sehen gab.

Miri: Musste heute leider krank zu Hause bleiben und gesund werden, damit sie morgen wieder ordentlich mit anpacken kann. Hat ordentlich E-Mails geschrieben, um die Langeweile zu vertreiben.

Oxana: Hat als zweite Person auch eine innige Beziehung zu einem Schwarzen. His name is Peter. Sie bauen seit einigen Tagen an dem Gottesdienstraum/Klassenraum(1. Klasse) der dank ihrer Hilfe fast fertig ist!

Martin: Ging es heute leider nicht so gut. Er ist früher nach Hause gefahren worden und hat Miri Gesellschaft geleistet.

Uwe: Ist ständig dem Piesacken seines Sohnes ausgesetzt und hat trotzdem noch die Kraft, sich vor allem an mühsame Arbeiten heranzuwagen, die er mit Elan und Bravour äußerst graziös meistert.

Niko: Baut ein „Luxus-Klo“. Es ist ein ca. 6 Meter tiefer Graben, den Einheimische ausgebuddelt haben, und wird einmal von 6 Platten mit ovalen Löchern bedeckt sein. Er arbeitet wie ein Tier und verständigt sich aufgrund mangelnder Englischkenntnisse einfach mit Händen und Füßen mit den anderen Arbeitern.

Chrischi: Ist ein Workaholic. Den ganzen Tag nur am Schuften und das auch noch in ehemals weißen Klamotten. Abends völlig fertig, aber am nächsten Morgen immer sofort wieder voller Tatendrang auf der Matte.

Saskia: Nach dem sie noch ein bisschen gemauert hat, gesellte sie sich zu Willi und verputzte mit ihm die Hauswand. Dabei glänzte sie durch ihre Lernfähigkeit und konnte damit sogar Willi überzeugen.

Sonja: Hat heute wieder viel Farbe abbekommen. Diesmal allerdings nur vom Streichen der Fenster. Sie spielte Gitarre für die Kinder und brachte ihnen ein Bewegungslied bei, versagte aufgrund mangelnder Schnelligkeit und Koordinationsschwierigkeiten aber beim Vormachen.

Hendrik: Ging mit dem guten Vorsatz in den Tag, mal wieder ordentlich was zu schaffen, und malte ein bisschen an den Fenstern herum. Bald darauf konnte er sich jedoch nicht mehr vor den Kindern retten, die an ihm rumsprangen und seine Haare durchwühlten. Natürlich eine gute Ausrede, angeblich nicht arbeiten zu können…


Saskia, Sonja und Hendrik

P.S.: Bilder gibt's erst morgen... Wir sind zu müde, um noch welche reinzustellen.

Mittwoch, April 05, 2006

„Sching, Schang, Schong...“





Liebe Freunde und Familien! Wir sind nun schon 5 Tage hier und es war heut wieder mal ein ereignisreicher Tag. Mitten in der Nacht wurden plötzlich alle geweckt… ein starkes Gewitter begann und ein starker Regen prasselte auf unser Blechdach. Auch heute Morgen regnete es noch immer. Aber wenigstens war es kein Schnee, sondern Sommerregen ;)
Die „Straßen“, die sowieso schon meterlange Schlaglöcher sind/haben, wurden durch den starken Regen noch mehr ausgespült. Auf der holprigen Fahrt zur Schule hatten wir diesmal wirklich Angst vom Weg abzudriften und mit dem Kleinbus die Böschung runter zu rutschen. Jedoch sind wir auch nach dieser abenteuerlichen Fahrt gut angekommen.
Heute haben wir die Arbeit an der Mauer schon fast beendet, trotz sengender Hitze. Auch die Pfosten für den Zaun sind fest im Boden verankert worden. Einige Klassenräume (und der Gemeinderaum) wurden weiter verputzt und mit weißem Leim (vor-)gestrichen.
Einige von uns hatten die Möglichkeit während des Unterrichts mit den Kindern zu spielen und zu arbeiten. Wir haben ihnen Spiele, wie z.B. „Kettenfangen“, „Sching, Schang, Schong“ und „Montagsmaler“, beigebracht. Es ist wirklich schön zu sehen, mit was für Kleinigkeiten man den Kindern eine Riesenfreude machen kann! Interesant ist auch wie viele mit ihren Yoyos vom Sonntag - oder ihren Haarspangen - täglich herumlaufen. Es gibt wohl nicht eine Auswahl an Spiel- oder Schmucksachen bei ihnen Zuhause....
Sonja konnte ihr Talent an einen der Lehrer weitergeben und brachte ihm (so schnell wie keinem anderen jemals) Gitarre spielen bei.
Für einige von uns ist es nicht ganz einfach mit dieser Situation und Umgebung klarzukommen, aber wir unterstützen uns ganz gut :)
Nach diesem anstrengenden Tag sind wir schon wieder richtig müde und gehen jetzt schlafen.
Wir hoffen, dass wir morgen alle wieder fit sind!!
Oxana und Saskia

Dienstag, April 04, 2006

Kinder, Kinder, Kinder...!


Liebe Blog-Leser, auch heute haben wir wieder einen anstrengen aber erfolgreichen Arbeitstag hinter uns gebracht! :) In allen Arbeitsbereichen sind große Fortschritte erzielt worden, so sind zum Beispiel die Fenster komplett fertig und müssen nur noch lackiert werden. Auch an der Eingangs-Mauer wurde heute wieder hart gearbeitet und ein gutes Stück geschafft. Die Zaunpfähle sind nun fast alle in der Erde, und jeder ist froh, dass nun vorerst keine Löcher mehr gebuddelt werden müssen :) !
Abenteuerliche Ereignisse waren die Begegnungen mit einer Schlange und mit einer
giftigen Eidechse!
Besondere Freude bereiten uns immer wieder die Kinder, ob groß oder klein…
Heute haben wir ihnen Spiele beigebracht, für die sie keine Gegenstände benutzen müssen. Zum Beispiel Himmel und Hölle oder verschiedene Spiele mit den Händen.
Sie waren davon begeistert und wir verwundert, dass sie solche einfachen Spiele gar nicht kennen… Zuerst waren es nur einige Kinder mit denen wir spielten, doch bald waren wir von einer ,,Riesen-Kinder-Schar“ umgeben!
Es hat uns eine überwältigende Freude bereitet, sie lachen zu sehen und selber auch mit lachen zu können!
Als Dankeschön sangen sie uns noch einige ihrer Lieder vor.
Nachdem die meisten der Kinder abgeholt wurden, blieben noch wenige da, die noch nicht abgeholt wurden. Auf einmal begann eines der Kinder zu pfeifen, wir drehten uns herum und sahen eine seltsame Technik, die er benutzte. Wir bemühten uns es nach zumachen, was uns nicht gelang.
Im Gegenzug zeigten wir ihnen eine Technik, bei der man mit Gräsern pfeift.
Sie stellten sich klüger an und begriffen schneller worauf es dabei ankommt.
Um 6 Uhr wurden wir dann abgeholt und fuhren zu den Stevensons.
Der ganze Tag war erfolgreich und lehrreich. Er hat uns allen viel Spaß bereitet. Verletzungen gab es keine.
Svenja und Hendrik

Montag, April 03, 2006

Der erste Arbeitstag


Hallo Afrika Fans,
heute war unser erster Arbeitstag. Nach langem Werkzeug suchen und riesiger Begrüßungszeremonie mit Ständchen, gings ab 11,00 Uhr so richtig zu Sache. Ein Trupp begann einen über-Uwe (1,98m)- Zaun zu bauen. Dabei musste sogar das heutige Geburtstagskind (Uwe) bei steinharter Erde und den Löcher buddeln richtig Federn lassen. Ein zweiter Trupp baute Fenster in die Klassenzimmer ein.-übrigens ohne Glas, dafür mit Gitter… Der nächste Trupp durfte das Eingangstor neu gestalten, Es sieht jetzt aus wie ein gemauertes Tor aus dem Wilden Westen. Man erwartet jeden Moment, dass die Indianer gleich um die Ecke kommen. Als letztes wurde noch begonnen den Innenraum vom ersten Schulraum zu verputzen und in schwindelnder Höhe alte Gerüstlöcher zuzumauern. Natürlich kam es beim Paralellunterricht zu ersten Kontakten und Freundschaften mit den Schülern, die von unseren Digitalkameras total begeistert waren. Übrigens unser Geburtstagskind bekam natürlich ein Ständchen, einen Geburtstagskuchen mit vielen brennenden Kerzen und einige Erinnerungsstücke aus Afrika – wie eine Seifenschale mit Nilpferd.
Es war interessant mit den Afrikanern zusammen zu arbeiten. Ihre Mentalität zu spüren: Wie Stolz gepaart mit Offenheit, auf der Suche nach Körperkontakt und trotzdem schüchtern. Wir sind gespannt, was morgen auf uns zu kommt…
Chrischi und Michael